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gefrorene Festplatten oder: Das Voodoo des Computerzeitalters 16. 01. 2007

Posted by griessi in News.
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Nachdem ich die letzten Wochenenden häufiger vor fremden (aber familieninternen) Computern als vor meinem eigenen saß und mich dabei mit den kleinen und großen Problemen von Microsoft Windows XP Home Edition® herumärgern musste, habe ich hier nun ein besonderes Schmankerl für alle PC Enthusiasten:

Vor einiger Zeit hatte eine Notebook-Festplatte einen Headcrash, wurde beim Systemstart nicht erkannt und auch bei Anschluss über einen externen Rahmen war kein Zugriff mehr möglich. Professionelle Wiederherstellung kam für uns aus Kostengründen nicht in Frage –> Totaler Datenverlust.

Nach einiger Zeit rief mich mein Vater an und fragte mich ob wir die Festplatte nicht einfrieren könnten… das lass ich jetzt einfach mal so stehen…

Ich bejahtes dies zunächst und ging dann dazu über ihn auszulachen. Er versicherte mir jedoch glaubhaft dies im Internet gelesen zu haben und da dachte ich mir:

Schrott ist das Ding eh… Warum also nich?

Also das Teil in die Tiefkühltruhe geschoben und nach 2 Tagen einen neuen Versuch gestartet.

Achtung: Gefrorene Festplatten unbedingt extern anschließen. Kurzschlussgefahr durch Kondenswasser!

Wir schließen die Platte also an und es passiert: Nichts.
Wir warten etwas (vielleicht zu kalt?) aber es geschieht nichts. Aber so leicht geben wir natürlich nicht auf!

Irgendwann finde ich heraus, dass man die Platte in einem ganz bestimmten Winkel nur ungefähr zur Hälfte in den IDE Anschluss stecken darf…fragt mich bloß nicht wie ich das rausgekriegt habe… ;-)

Jedenfalls lief die Platte dann tatsächlich im halbgefrorenen Zustand an und man konnte partiell darauf zugreifen. Aber erst NACHDEM WinXP minutenlang versucht hat, Autostart Einträgen auf der neuen Platte zu finden!

Nun gut, der weitere Hergang ist ein langweiliges Durchprobieren diverser Recoverytools von denen eines schließlich wirklich alle benötigten Daten wiederherstellen konnte.

Was lernen wir nun aus dieser Geschichte? Keine Ahnung, vielleicht das man eine blöde Idee nicht gleich aufgeben sollte, nur weil es beim ersten Mal nicht funktioniert…

Achtung: Jetzt wirds für den „Casual Reader“ wirklich langweilig!

Ich hab seitdem versucht einen physikalische Grund für unseren Erfolg zu finden (Nein ich akzeptiere keine Mystik oder „Gottes Wille“, das war ganz allein mein Verdienst! :-P ) und was mir am wahrscheinlichsten erscheint ist folgendes:
In Festplatten herrscht Vakuum(-naher Zustand) da der Lesekopf so nah über der Plattenoberfläche schwebt, dass schon das kleinste Staubkorn ihn blockieren kann (gerade bei älteren Platten). Durch das Einfrieren könnten nun etwaige Staubpartikel gebunden werden.
Jemand behauptete zwar es könnte mit der Curie-Temperatur zu tun haben, das bezweifele ich allerdings.

Vielen dank für Ihre Aufmerksamkeit. Comments sind wie immer sehr willkommen.


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